
Wallbox-Förderung: Aktuelle Programme für 2025
Wer elektrisch fährt, spart CO2 und Spritkosten – das sind die zwei Hauptgründe für den Umstieg aufs Elektroauto. Noch nachhaltiger und günstiger fährt man, wenn man das E-Auto mit Solarstrom belädt.
Aktuell gibt es in Deutschland zwar keine bundesweite Förderung für private Wallboxen. Das Förderprogramm der KfW für Wallboxen in Kombination mit Photovoltaikanlagen und Stromspeichern wurde 2024 eingestellt und wird derzeit nicht fortgeführt.
Allerdings bieten einige Bundesländer und Kommunen auch 2025 weiterhin Förderprogramme für die Installation von privaten Ladestationen an.
Wir geben Ihnen in diesem Beitrag einen Überblick über die aktuellen staatlichen und regionalen Förderungen für Wallboxen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.
Das erwartet Sie hier:
KfW 442: Ansturm auf die Kombiförderung
Förderung der öffentlichen Ladeinfrastruktur ab 2024
Wallbox-Förderungen durch Länder und Kommunen im Überblick
Antragsverfahren: Welche Schritte müssen Sie beachten?
Ausblick: Welche Förderungen wird es in Zukunft geben?
Wie können Sie noch mehr wirtschaftliche Vorteile nutzen?
KfW 442: Ansturm auf die Kombiförderung
Nach knapp zwei Jahren Förderstopp hatte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) am 26. September 2023 ein neues Förderprogramm für Wallboxen mit dem Namen „KfW 442 Solarstrom für Elektroautos“ aufgelegt. Bezuschusst wurden privat genutzte Wallboxen, die in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher neu gekauft und installiert wurden. Insgesamt waren bis zu 10.200 Euro Förderung für einer Komplettanlage aus Photovoltaik, Speicher und Wallbox möglich.
Die Nachfrage nach der KfW-Kombiförderung war so groß, dass bereits nach einem Tag die gesamte verfügbare Fördersumme für 2023 – insgesamt 300 Millionen Euro – ausgeschöpft war.
Warum wird die Kombination aus Wallbox und Photovoltaik gefördert?
Zum einen wächst die Zahl der E-Autos auf den Straßen schneller als die Anzahl der öffentlichen Ladestationen. Um zuverlässig ausreichend Ladestrom zur Verfügung zu stellen, wird das Laden im eigenen Zuhause durch einige Bundesländer und Kommunen gefördert. Noch wichtiger ist aber: Um die Klimaziele bis 2045 zu erreichen, müssen die erneuerbaren Energien deutlich ausgebaut werden. Dazu zählt auch, dass E-Autos bevorzugt mit grünem Solarstrom beladen werden, anstatt mit dem Strommix aus dem Netz.
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Förderung der öffentlichen Ladeinfrastruktur ab 2024
Auch der Ausbau des öffentlichen Ladenetzes wird durch den Bund gefördert. Als Nachfolger der erfolgreichen Förderprogramme „Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ (2017–2021) und „Ladeinfrastruktur vor Ort“ (2021) setzt das Bundesministerium für Verkehr und Digitales (BMDV) nun die Förderrichtlinie „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“. Dafür soll in den Jahren 2024 und 2025 jeweils im Zeitraum von Februar bis April ein Förderaufruf mit einer dreimonatigen Antragsfrist veröffentlicht werden.
Das Programm richtet sich sowohl an Unternehmen und Investoren als auch an Städte und Gemeinden. Gefördert wird die Errichtung von Normalladepunkten mit bis zu 22 kW und Schnellladepunkten mit mehr als 22 kW (ausschließlich DC-Laden). Die Kosten für Netzanschlüsse oder die Kombination aus Netzanschluss und Pufferspeicher sind ebenfalls förderfähig. Insgesamt sollen so bis 2025 50.000 neue Ladepunkte in Deutschland entstehen.

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Wallbox-Förderungen durch Länder und Kommunen im Überblick
Obgleich die Förderungen durch den Bund gestrichen wurden, gibt es 2025 vereinzelt regionale Förderprogramme in den Bundesländern und Kommunen. Auch einige lokale Stromversorger bieten Zuschüsse für privat genutzte Wallboxen.
Aktuelle Fördermittel im Einzelnen
In einigen Städten, Kommunen und Gemeinden wird der Umstieg auf E-Mobilität quasi als Kundenbindungsmaßnahme mit finanziellen Anreizen belohnt: günstiger Strom, Rabatte beim Wallbox-Kauf oder eben auch Zuschüsse für die Wallbox-Installation. Generell gilt, dass die Anträge samt Kostenvoranschlag vor Ausführung der Maßnahmen eingereicht und genehmigt werden müssen. Hier einige Beispiele:
Diese Bundesländer, Städte und Gemeinden fördern aktuell die Installation von Wallboxen
Wo? | Fördersumme | Infos zur Förderung |
---|---|---|
Nordrein-Westfalen | 1.000 € | Das Programm "progres.nrw" unterstützt den Kauf, die Installation und den Anschluss von Ladeinfrastruktur. Gefördert werden bis zu 40 % der förderfähigen Ausgaben, maximal jedoch 1.000 Euro pro Ladepunkt. Voraussetzung ist, dass der Strom aus erneuerbaren Energien stammt. |
Landau In der Pfalz |
300 € (Gutschrift) | Die Stadt Landau in der Pfalz unterstützt mit dem Förderprogramm „Wallboxen und Ladesäulen“ den Kauf und die Installation einer Wallbox mit pauschal 300 Euro. |
Düsseldorf | Bis zu 50 % Zuschuss, maximal 2.000 € | Düsseldorf fördert die Installation von Wallboxen im Zuge des Förderprogramms Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten. |
Heidelberg | Bis maximal 500 € | Privaten Wallboxen für Ihr E-Auto im Stadtgebiet von Heidelberg können gefördert werden. Die Stadt übernimmt 50 Prozent der Anschaffungskosten bis maximal 1.000 Euro. Allerdings gibt die Stadt auf ihrer Website zum Förderprogramm an, dass die Fördermittel für 2024 bereits ausgeschöpft sind und Förderungen erst wieder nach der Haushaltsfreigabe 2025 beantragt werden können. |
München | Maximal 1.500€ |
Die Stadt München fördert die Planung, den Einbau und die Installation von sowohl öffentlich zugängliche als auch private Ladestationen mit bis zu 40 % der Nettogesamtkosten. Weitere Informationen finden Sie beim Förderprogramm Klimaneutrale Antriebe. |
Gemeinde Grünwald | Zuschuss in Höhe von 25 Prozent, bei maximal 500 Euro | In Limburg werden Wallboxen und Ladesäulen mit einem Zuschuss in Höhe von 25 Prozent, aber maximal 500 Euro gefördert. |
Stuttgart | 50% der förderfähigen Kosten bei max. 1.000 € für neue Ladestation. | Die Stadt Stuttgart fördert die vorgelagerte Infrastruktur (nicht die Wallbox selbst) für mindestens 2 Ladestationen. |
Förderung durch Stadtwerke oder Energieversorger?
Einige Energieversorger und Stadtwerke bieten ebenfalls Förderprogramme für Wallboxen an. Doch es ist Vorsicht geboten: Die Zuschüsse sind an einen festen Stromtarif gebunden und sollen die Kunden und Kundinnen an den jeweiligen Versorger binden.
Das bedeutet, dass Sie den Strom von den jeweiligen Stadtwerken zu einem festgelegten Preis und für eine bestimmte Laufzeit beziehen müssen. Hier sollten Sie vorher nachrechnen, ob sich das für Sie lohnt. Vergleichen Sie dazu den Tarif mit günstigen Tarifen achten Sie außerdem darauf, wie lange Sie sich dem Anbieter verpflichten müssen – oft sind 12 oder 24 Monate vorgeschrieben. Lassen Sie sich also nicht von ein paar Hundert Euro Förderung verleiten, einen teuren Stromtarif abzuschließen, der Sie am Ende mehr kostet als ein günstigerer Tarif ohne die Förderung.
Beispiele für Förderprogramme von Energieversorgern
Stadt / Gemeinde | Fördersumme | Details |
---|---|---|
Stadtwerke Mainz | 400 € | Die Mainzer Stadtwerke zahlen beim Kauf einer privaten Wallbox 400 Euro Fördergeld aus. Vorausgesetzt wird die Stromversorgung mit Ökostrom durch die Stadtwerke. |
Stadtwerke Konstanz | 150 € | Hier erhalten Sie eine Förderung von bis zu 150 Euro, wenn Sie Ihre Wallbox über die Stadtwerke kaufen. Das gilt allerdings nur, wenn Sie zum Zeitpunkt der Installation den Stromtarif „SeeEnergie ÖkostromPlus“ nutzt oder in diesen Tarif wechselst. Lassen Sie Ihre Wallbox über einen anderen Anbieter als die Stadtwerke anbringen, beträgt die Förderung nur bis zu 100 Euro. |
Stadtwerke Dachau | 150 € | Kaufen Sie eine private Ladestation über die Dachauer Stadtwerke, werden Ihnen fünf Jahre lang jährlich 25 Euro auf Ihre Stromrechnung gutgeschrieben, was einem Förderbetrag von 125 Euro gleichkommt. |

Antragsverfahren: Welche Schritte müssen Sie beachten?
Das Wichtigste vorab: Förderanträge müssen vor Beginn des Vorhabens gestellt und seitens der KfW-Bank genehmigt werden. Wenn Sie das von Beginn an in Ihre Planung mit einbeziehen, empfiehlt sich folgender Ablauf:
Schritt 1: Beratung durch Photovoltaikfachbetrieb
Ermitteln Sie gemeinsam mit dem Fachbetrieb Ihres Vertrauens die für Sie und Ihre Bedürfnisse perfekte Gesamtlösung aus Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Wallbox. Lassen Sie sich hierzu ein konkretes Angebot für Kauf und Montage der Komponenten unterbreiten. Noch nicht unterschreiben! Ihr Fachbetrieb wird Sie auch bei Fördermittelbeantragung kompetent unterstützen.
Schritt 2: Förderantrag stellen
Klären Sie Ihre Finanzierung mit Ihrem Kreditinstitut vor und stellen Sie im Zuschussportal der KfW-Bank oder über Ihr Kreditinstitut den Antrag auf Förderung Ihres Vorhabens und warten Sie auf die Förderungsbewilligung der KfW-Bank.
Schritt 3: Angebotsfreigabe und Maßnahmenumsetzung
Liegt die Förderungsbewilligung vor, können Sie Angebot und Finanzierung freigeben und die erforderlichen Baumaßnahmen von Ihrem Fachbetrieb durchführen lassen.
Schritt 4: Einreichung der nötigen Nachweise
Nach Durchführung der Maßnahmen und der Inbetriebnahme Ihrer PV-Anlage samt Stromspeicher und Wallbox reichen Sie die nötigen Nachweise bei der KfW-Bank ein. Vermutlich ist Ihnen Ihr Fachbetrieb hierbei aktiv behilflich.
Schritt 5: Fördermittel erhalten
Die KfW prüft Ihre Unterlagen und zahlt, soweit alles fristgerecht und förderfähig umgesetzt und eingereicht ist, die bewilligten Fördermittel an Sie oder Ihr Kreditinstitut aus.

Lesetipp: Das müssen Sie beim Installieren einer Wallbox beachten
Eine eigene Wallbox ist für E-Auto-Fahrer*innen äußerst praktisch – so können sie jederzeit sicher und bequem zu Hause laden. Aber kann man eine Wallbox einfach so in jedem Haushalt installieren? Welche technischen und baulichen Voraussetzungen für eine Wallbox erfüllt sein müssen, erfahren Sie in unserem Beitrag Wallbox installieren.
Ausblick: Welche Förderungen wird es in Zukunft geben?
Es ist sehr wahrscheinlich, dass künftig vermehrt Gesamtpakete mit erneuerbaren Energien wie Photovoltaik gefördert werden. Einzelne Maßnahmen, etwa für Photovoltaikanlagen oder für eine separate Wallbox, sind nicht mehr zielführend auf dem Weg zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2045.
Zudem steigt – nicht zuletzt durch gesetzliche Regulationen – der Druck auf Privathaushalte und Unternehmen, auf eine ganzheitliche Versorgung mit erneuerbaren Energien umzusteigen. Je weiter der Ausbau voranschreitet, desto weniger Fördermittel werden in Zukunft voraussichtlich freigegeben.
Wenn Sie also ohnehin mit dem Gedanken spielen, sich eine Photovoltaikanlage samt Stromspeicher und Wallbox sowie ein E-Auto anzuschaffen, nutzen Sie Gunst der Stunde und lassen Sie Ihren Umstieg auf erneuerbare Energien vom Staat fördern, solange er es noch in nennenswerter Weise tut.
Wie können Sie noch mehr wirtschaftliche Vorteile nutzen?
Mit einer flexiblen Rundumlösung für selbsterzeugten PV-Strom profitieren Sie nicht nur von staatlichen Förderungen oder günstigen Krediten, sondern werden zunehmend unabhängig von steigenden Strompreisen und fossilen Energieträgern. Im Ergebnis generieren Sie Ihren eigenen Solarstrom für den Betrieb Ihrer Elektrogeräte, Ihrer Wallbox sowie gegebenenfalls Ihrer Wärmepumpenheizung – und das kostengünstig und klimafreundlich. Klingt gut? Lassen Sie sich kostenlos beraten!
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